Klassiker seit 1966

live und original - the skyriders


Eine Kultband unserer Region ist wieder da


Im Sommer 1966 beschlossen vier junge Musiker eine Band zu gründen.

Die Anlage musste damals komplett mit dem Motorroller transportiert werden, da kein anderes Fahrzeug zur Verfügung stand. Eine tolle Sache war es, dass man von Anfang an Auftrittsmöglichkeiten hatte und das, obwohl sich im Programm kein gesungenes Stück befand. Heute kaum noch vorstellbar.

Die ersten Auftritte fanden im Pfälzer Hof in Mechtersheim statt und man erspielte sich gleich eine kleine Fangemeinde, mit der man sich auch noch unter der Woche im Café „Kauter“ traf. Die Fans gingen allerdings nicht immer sehr zimperlich mit den Skyriders um. So wurden zum Beispiel Otto in der Vorfaschingszeit einmal von eine Frauenmeute die Haare geschnitten, so dass er den Rest des Faschings mit Hut spielen musste.

Zu dieser Zeit gab es fünf Lokale, an denen an jedem Wochenende Livebands spielten: Offenbach, Herxheim, Insheim, Winden und der Ochsen in Hochstadt. Der Traum jeder Band war es in solch ein festes Engagement hineinzukommen. Den Skyriders glückte dies in Hochstadt im „Ochsen“. Man hatte sich inzwischen umformiert und trat gepflegt mit Krawatte und Spencer auf. Hitparade war nun angesagt. Das hieß zu diesem Zeitpunkt viele deutsche Titel wie „Ganz in Weiß“ oder „Welche Farbe hat die Welt“ und „Marmor Stein und Eisen bricht“.

Dann ging die Krawatte verloren und auch die Haare wurden länger. Die Lieder und ihre Sprache änderten sich. Jetzt kamen Titel von den Bee Gees wie „Words“, „Massachusetts“, „Don´t forget to remember“, den Monkeys mit “I´m a believer“ oder den Creedence Clearwater Revival, von denen man nach einer neuen Änderung in der Besetzung fast alles spielte, vermehrt ins Programm.

Im Laufe der Zeit kamen die Säle in Insheim „Zum Löwen“, in Herxheim „Bayrischer Hof“, in Offenbach „Datscha“ und in Karlsruhe „Cafe Nancy“. Hier allerdings hatte man auch noch eine Sängerin dabei.

Diese Zeit war vollgepackt mit manchmal vier bis fünf Auftritten in der Woche und das, obwohl ja alle noch einer geregelten Arbeit nachgingen.

1974 verließ Otto und Bertold dann die Band und zwei neue Mitglieder kamen dazu. Diese Besetzung mit Gerhard Vogt, Erich Lutz, Norbert Rothhaas, Artur Hänn und Willi Schöneberger spielte dann bis (fast) zum Schluss zusammen. Rock der etwas härteren Gangart war angesagt und ein die Arme in die Luft und die Mädchen auf dem Rücken tragendes tobendes Publikum war angesagt. Status Quo mit „Rockin all over the world“, Steppenwolf´s „Born to be wild“ oder Deep Purples Superhit „Smoke on the water“ brachten in stets überfüllten Sälen das Publikum zum Kochen.

Was sich nie verändert hatte, war der unvermindert sehr gute Kontakt zum Publikum. Man drehte Super 8 Filme bei denen auch das Publikum mit einbezogen wurde. So entstanden ein Bäckerfilm, 2 Wildwestfilme, ein Oster- und ein Weihnachtsfilm und als Krönung ein Film mit den zu dieser Zeit immer anwesenden Rockergruppe „Death Angels“. Auch in diese Zeit fiel dann die Aufnahme einer Singleschallplatte. Die Eigenkompositionen „Under Southern Sun“ und „I don`t wanna leave you“ wurden in einem kleinen Studio in Schifferstadt eingespielt, damals noch etwas schwieriger als heute mit den Computermöglichkeiten.

1979 beschloss man sich aufzulösen. Der Grund war aber nicht wie bei den meisten Bands Streitereien innerhalb der Gruppe, sondern der Schlagzeuger Willi Schöneberger hatte Problem mit den Armen und die Ärzte verboten ein Weiterspielen. Gerd Baumann sprang kurzfristig ein. Da sich aber auch Artur Hänn beruflich verändern wollte (er ging dann nach Frankfurt und lebt im Moment in China) setzte man sich zusammen und beschloss sich in Freundschaft zu trennen. Als letzter Termin wurde der 2. Weihnachtsfeiertag in der Kandeler Stadthalle festgelegt und noch einmal kräftig mit den Fans abgefeiert. Die Freundschaft blieb trotz Trennung weiterhin bestehen und man feierte nach wie vor sämtliche Geburtstage zusammen.

Nachdem die Band nach 16 Jahren Pause einige Auftritte im Jahre 1995 hatten, wurde es wieder ruhiger, weil der Bassist für sechs Jahre nach Mexiko ging. 2001 war es dann wieder so weit, dass für ein neues Comeback geübt wurde. Jetzt wurde auch beschlossen, zwei „alte“ Mitglieder (Otto und Bertold) wieder mit dazu zu nehmen.

Es war schwer, gemeinsame Termine zum Proben zu finden, aber nach kleineren Auftritten bei den Geburtstagen stand der erste große öffentliche Auftritt fest. Am 29. Juni 2002 spielten sie in der Rundbogenhalle in der Bellheimer Brauerei im Rahmen des Kulturprogramms der Gemeinde Bellheim.

Weiter ging es am 6. Dezember mit einem Auftritt in der Festhalle in Rheinzabern anlässlich des 60. Geburtstags eines der Gitarristen, bei dem der Reinerlös an die Partnerschule der Hauptschule Rheinzabern in Togo - Afrika ging. Nach dem Erfolg beim Mairock in Bellheim war klar, dass es mit wenigstens zwei bis drei Termine im Jahr weitergehen muss. Näheres kann man auf der neuen Webseite www.theskyriders.eu nachlesen.

Die Freude auf das Miteinander mit den alten und neuen Fans, macht ihnen unheimlich viel Spaß und spornt die Gruppe immer wieder aus Neue an, ihr Bestes zu geben. Einfach Spaß zu haben und gemeinsam mit den vielen Freunden zu den alten Lieder von den Bee Gees und von CCR, von Deep Purple und von Status Quo zu tanzen und zu toben, das ist das erklärte Ziel der Skyriders.

Und seit 2009 in neuer Besetzung wieder auf der Bühne: We are alive (Titel der neuen Single). Da Artur Hänn zu weit weg wohnt, jetzt mit zwei neuen Top-Musikern: Lothar Antoni und Biserka Mathes.

 

Hier einige Bilder und Texte von früher: